Kann ein Jahr besser anfangen als dieses?

Weihnachten war ganz wunderbar. Ich war mit Josh bei seinen Eltern und habe ein paar Tage richtig ausspannen können. Josh war so unglaublich lieb zu mir, man könnte fast glauben, er habe ein schlechtes Gewissen. Wahrscheinlich hat er das sogar, weil er so oft unterwegs ist und vielleicht denkt, dass ich zu kurz komme. Dabei ist es für mich vollkommen in Ordnung, dass wir uns nicht ständig sehen. Sonst würden wir es vielleicht nicht so gut miteinander aushalten.

Jedenfalls war es wirklich schön mit Josh in den Catskill Mountains. Ich wollte eigentlich noch ein bisschen an der Reportage weiterarbeiten und endlich das Interview mit Vince nachbereiten, aber irgendwie hat sich die Zeit nicht der Arbeitswut beugen wollen. Selbst Josh, der normalerweise nicht einen einzigen Tag ohne sein Smartphone sein kann, war zwischen Weihnachten und Neujahr ganz und gar offline. Er hat das Telefon sogar bei seinen Eltern liegen gelassen, wenn wir Ausflüge gemacht haben, Skifahren oder Wandern gegangen sind.

Die Liebe, die frische Luft und die Ruhe haben mir wirklich gut getan. Ein paar Tage aus dem Alltag raus zu sein hilft mir immer enorm, zu neuer Form zu finden. Es ging zwar etwas müde los heute morgen – kein Wunder, der graue Berliner Himmel hat meinen morgendlichen Elan zunächst eher ausgebremst. Aber schon beim Lesen der ersten Sätze aus dem Interview mit Vince bin ich richtig wach geworden. Ich wußte ja schon, dass der Freund meiner kleinen Schwester sehr kommunikativ und charmant ist, aber dass er so lebendig erzählen kann, dass hat mich dann doch überrascht. Es ist fast schon schade, dass ich das Interview nicht als Audio aufbereite. Obwohl – warum eigentlich nicht? Ich könnte wenigstens Teile des Original-Gesprächs als Podcast auf meiner Website veröffentlichen, als Querverweis oder Vorankündigung. Vince hat bestimmt nichts dagegen. Er hat einfach eine sehr angenehm klingende Sprechstimme.

Ach, ich freue mich. Die Reportage wächst und gedeiht. Ich habe jetzt schon drei ausführliche Interviews und noch zwei weitere Termine bis Ende Februar. An Material mangelt es nicht und neue Ideen tun sich auf. Und eine Anfrage für ein Folgeprojekt ist gerade per E-Mail reingekommen. 2013 verspricht in Arbeit & Liebe ein hervorragendes Jahr zu werden.