Jenna antwortet

How you doin?

{ lacht }. Great, thanks. The sun is shining, life couldn’t be better these days.

Ja, heute ist wirklich ein sonniger Tag. Umso schöner, dass Du Dir heute Zeit für mich nimmst. Let’s start. Wir fangen an mit Stadt, Land, Fluss und dann kommen die richtigen Fragen. Die bitte möglichst schnell und intuitiv beantworten.

{ nickt }.

Prima. Zieh eine Karte aus dem Stapel und nenne mir eine Stadt, ein Land, einen Fluss, einen Namen, ein Tier und einen Beruf. Du hast 20 Sekunden für Deine Antworten.

{ Jenna zieht eine Karte, dreht sie um und … }.

M. Perfect. Munich. Mali. Mississippi River. Matthew. Mouse. Media designer.

So schnell durchgezogen wie Dein Bruder. Dann können wir ja zum Wesentlichen kommen.

Genau.

Das Überflüssigste für Dich ist?

TV. { lacht }. Je mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr geht es mir auf die Nerven. Ganz egal, ob deutsches oder amerikanisches Fernsehen. I think it’s terrible.

Dein Lieblingsland?

USA. Je länger ich von meiner Heimat weg lebe, umso mehr liebe ich sie. Die Fernbeziehung zu meinem Heimatland tut mir insofern gut.

Deine Lieblingsserie?

The Sopranos. A real great TV-show even if you don’t like TV. Diese Serie ist der Vorreiter für die neue Art von Serien, die wir heute gerne anschauen. Mittlerweile ist es sogar so, dass diese Serien, die wie ein sehr, sehr, sehr langer Spielfilm funktionieren, die Spielfilme in Beliebtheit und Komplexität überholen. Vorbei die Zeiten, als Serien nur in sich abgeschlossene Episoden mit immer den gleichen wiederkehrenden Motiven und Erzählsträngen gewesen sind. The Sopranos überzeugt natürlich auch dadurch, dass die Charaktere sehr gut ausgearbeitet sind. Man lebt regelrecht mit den Protagonisten, auch wenn man immer dieses Gefühl von Abscheu und Ekel in sich spürt. Diese „Family“, all die Leute, die sich und andere immerzu selbst belügen, um ihr zerbrechliches Weltbild aufrecht erhalten zu können, erzeugen trotzdem ein Mitgefühl bei den Zuschauern. Und am Ende hat man irgendwie die ganze Meute dann doch ins Herz geschlossen, auch wenn oder gerade weil sie so schreckliche Menschen sind. Denn sie haben und zeigen ihre Angst, sind widersprüchlich in ihrem Denken und Handeln, sie haben Fehler. Das macht sie uns im Grunde sympathisch, weil wir hier keine „perfect world with perfect people“ vorgespielt bekommen.

Mit wem würdest Du gerne einen Monat lang tauschen?

Mit Patrice. Ich würde zu gerne wissen, wie es ist, er zu sein und mich mit seinen Augen sehen.

Dein letzter Suchmaschineneintrag?

Michel Tournier.